Neue Gesichter an der Spitze der Turnabteilung des ETSV09 Landshut
Die beiden machen Ernst. Bei den regulären Neuwahlen für die Vereinsämter innerhalb der Turnabteilung stellen sich das Team Claudia Käsbauer und Beate Wiesheu– wie angekündigt- nicht mehr zur Verfügung. Schweren Herzens und mit großer Dankbarkeit entlasteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ordentlichen Abteilungsversammlung 2026 die beiden von ihrem Amt. Also mussten Neue ran: An der Spitze der Turnerinnen und Turner steht nun Erol Usta, dessen Tochter in einer der Kindergruppen turnt. Flankiert wird er von „alten Hasen“: Gesundheitssporttrainerin Sabine Wittmann, bekannt für ihre innovativen Ideen wie z.B. Basenfasten, und Silke Wolf, Übungsleiterin der Parkour-Mädels und von Kindesbeinen an 09´erin. Neu in Amt und Würden ist außer Erol auch Hannah Raesig, Parkourlerin und Helferin bei Sport-Treff extra, die in der neuen Wahlperiode das Amt der Schülerleiterin übernimmt. Alle neuen und alten Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Die Turnerinnen und Turner freuen sich sehr, dass alle wichtigen Ämter wieder besetzt werden konnten. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, in denen die Nachfrage nach Sportangeboten im Bereich Kinder, Jugend und Fitness zwar ungebrochen ist, es aber immer schwieriger wird, aus den Reihen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Freiwillige zu gewinnen, die längerfristig Verantwortung übernehmen wollen. Der Neue, Erol Usta, arbeitet bei BMW als Einrichtungsplaner (Interview siehe unten). Daher ist er mit organisatorischen Aufgaben bestens vertraut. Das Dreiergespann der Abteilungsleitung hat sich vorgenommen, auch dieses Jahr wieder tolle Angebote auf die Beine zu stellen, z.B. im August wieder das Sommer-Camp. Und am Ostersamstag geht es schon los mit der traditionellen Osterwanderung.
Interview mit Erol Usta

Achim: Erzähle etwas über deine Familie: Hast du Frau und Kinder? Haustiere? Weitere Familienmitglieder?
Erol: Ich bin verheiratet und Vater einer zehnjährigen Tochter. Zu unserer Familie gehören außerdem zwei Wellensittiche, die bei uns für gute Stimmung sorgen.
A: Erzähle etwas über deinen Beruf. Wie ist die genaue Bezeichnung? Was machst du konkret bei deiner Arbeit?
U: Seit 2017 bin ich bei der BMW Group in Landshut tätig. Dort arbeite ich zurzeit als Einrichtungsplaner. Konkret bin ich verantwortlich für die Planung von Einrichtungen, Maschinen und Produktionsanlagen. Dabei begleite ich Projekte von der Konzeption bis zur Umsetzung und sorge dafür, dass effiziente und zukunftsfähige Produktionsprozesse entstehen.
A; Erzähle etwas über deine Herkunft: Wo hast du in Stuttgart gelebt? Was hast du dort gearbeitet? (Mercedes?)
U: Ursprünglich komme ich aus Schorndorf, der Geburtsstadt von Gottlieb Daimler. Dort habe ich auch die meiste Zeit meines Lebens verbracht. Vor meiner heutigen Tätigkeit war ich selbstständig im Bereich CNC-Fräsen. Meine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker, anschließend absolvierte ich ein Diplom-Studium an der Hochschule Heilbronn im Studiengang Produktion und Logistik.
A: Hast du selbst sportliche Ambitionen? Oder ein anderes interessantes Hobby?
U: Ich fahre sehr gerne Fahrrad und wenn es die Zeit zulässt, gehe ich auch ins Fitnessstudio. Auch wenn ich keine leistungsorientierten Wettkampfambitionen verfolge (Siehe meinen kleinen Balkon 😂), habe ich seit meiner Kindheit Spaß an der Bewegung.
A: Was hat dich bewogen, dich für die Leitung der Turnabteilung zu bewerben? Hast du schon einen Einblick gewonnen? Hast du eine bestimmte Idee, die du umsetzen möchtest?
U: Die Initiative ging ursprünglich von der Trainerin (Kerstin Schedlbauer) meiner Tochter aus, die mich angesprochen hat, ob ich mir vorstellen könnte, mich ehrenamtlich zu engagieren. Nach einiger Überlegung und einem Gespräch mit Claudia Käsbauer habe ich mich dafür entschieden, mich im Vereinsleben stärker einzubringen. Auch wenn ich noch nicht alle Abläufe im Detail kenne, bin ich überzeugt, dass ich mich durch den offenen Austausch mit den Übungsleiter/innen schnell einarbeiten werde. Mir ist Teamarbeit sehr wichtig, und ich sehe meine Rolle vor allem darin, zu unterstützen, zu organisieren und gemeinsam Dinge weiterzuentwickeln.
A: Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen und warum?
U:
- Ein Multitool, damit ich reparieren und bauen kann
- Ein Foto meiner Familie als Motivation und Erinnerung
- Magnesium- Feuerstarter für Wärme und Schutz
A: Was muss man unbedingt über dich wissen?
U: Als Teil der zweiten Generation einer Einwandererfamilie haben mich unterschiedliche kulturelle Einflüsse von klein auf geprägt und mir früh gezeigt, wie wichtig Offenheit, Respekt und Zusammenhalt sind.



